Eine sichere Geldanlage ist dadurch gekennzeichnet, dass sie keinerlei Verlustrisiko birgt. Das bedeutet zunächst, dass zumindest das eingesetzte Kapital vertraglich garantiert wird und keinen Kursrisiken unterliegt. Meist umfasst diese Garantie auch die zugesicherte Rendite. Spätestens mit der Finanzkrise ist jedoch auch ein zweiter Aspekt in den Vordergrund gerückt: Die Einlagensicherung im Fall einer Bankeninsolvenz. Schließlich besaßen die meisten Opfer der Lehmann-Insolvenz keine spekulativen Finanzmarktprodukte, sondern konservative festverzinsliche Anlagen, die eigentlich als sichere Geldanlage galten.
Sicherheit geht zulasten der Rendite
Ein unumstößliches Gesetz der Finanzmärkte! Jede Kapitalanlage stellt einen Kompromiss zwischen den drei Anlagezielen Sicherheit, Rendite und Liquidität dar. Eine sichere Geldanlage bietet daher weniger Renditechancen als eine spekulative Anlage wie die Aktie, die im Gegenzug auch Verlustrisiken birgt. Aktien sind sehr interessant, wenn man sich die langfristige Rendite anschaut. Bevor man in Aktien investiert, sollte man sich Aktien Tipps einholen und sich gründlich mit der Materie auseinander setzen. Kompensiert werden kann dies teilweise durch einen längerfristigen Verzicht auf Liquidität. Wer sein Geld beispielsweise über mehrere Jahre als Festgeld anlegt, kann trotz des fehlenden Anlagerisikos mit lukrativen Zinsen rechnen. Wer jedes Risiko vermeiden und zugleich jederzeit frei über sein Geld verfügen möchte, wird sich für ein Tagesgeldkonto entscheiden. Absolute Sicherheit und ständige Liquidität sind jedoch nur um den Preis einer geringen Rendite zu haben. Tagesgeldkonten versprechen kaum mehr Zinsen als einen Inflationsausgleich.
Schutzmechanismen für eine sichere Geldanlage
Dem durchschnittlichen Privatanleger bietet bereits die gesetzliche Einlagensicherung eine vollkommen ausreichende Sicherheit. Immerhin garantiert sie für Anlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro. Diese Untergrenze ist von der EU festgelegt worden und mittlerweile in fast allen Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt worden. Fest- und Tagesgeldanlagen bis zu dieser Höhe sind also nicht nur in Deutschland sicher, sondern auch im europäischen Ausland. Höhere Anlagebeträge werden in Deutschland durch zusätzliche freiwillige Einlagensicherungssysteme garantiert, denen alle Sparkassen und Raiffeisenbanken sowie nahezu alle privatwirtschaftlichen Banken angeschlossen sind. Die Regelungen im EU-Ausland weichen für Anlagen in dieser Höhe meist deutlich von den deutschen Sicherungssystemen ab.